von Simon Tschendlik, Landrat BL & CEO Forstbetrieb Frenkentäler
Der Juni 2026 brachte Basel den heissesten je gemessenen Tag der Deutschschweiz: 39.0 Grad. Von April bis Juni fiel gut die Hälfte des normalen Regens, der trockenste Frühling seit 1901. Ohne Klimawandel wäre das praktisch unmöglich gewesen.
Was dann im Baum geschieht, hat die Universtität Basel bei uns in Hölstein gemessen. Unter Trockenstress reisst die Wasserleitung, Kaviation. Die Leitbahn füllt sich mit der Luft und bleibt verstopft. Diese Emobie öffnet sich nie wieder!
Man liest es an den Krone ab. Wirft eine Buche im Sommer ihr Laub ab, ist das kein Zufall, sondern das früheste Zeichen, dass sie stirbt. In Baselland starben solche Bäume über dreimal so oft wie normal verfärbte.
Und die eigenen Abweh wird zur Falle. Die entlaubte Buche bekommt Sonnenbrand, das Kambium stirbt. Der Fichte fehlt bei Trockenheit der Harzdruck, gegen den Borkenkäfer ist sie wehrlos.
Was diesen Sommer stirbt, sehen wir 2027 bis 2030. Das ist keine Schwarzmalerei, sondern der gemessene Verlauf.
Fürs Klima zählt: Der Schweizer Wald bindet im Schnitt rund 2,5 Millionnen Tonnen CO2 pro Jahr. In den Dürrejahren kippte diese Senke zur Quelle. Sie bleibt nur, wenn wir heute investieren, in klimataugliche Baumarten und in eine andere Pflege; kürzere Turnusse, mehr Vielfalt, Ausrichtung auf den Wasserhaushalt.
Desshalb ist beim Waldbudget zu sparen der falsche Weg. Wer die Senke will, muss den Umbau bezahlen.
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